{"id":349,"date":"2014-06-29T21:36:10","date_gmt":"2014-06-29T20:36:10","guid":{"rendered":"http:\/\/archeopressja.wordpress.com\/?page_id=349"},"modified":"2014-06-29T21:36:10","modified_gmt":"2014-06-29T20:36:10","slug":"archaologie-als-gegenmittel-gegen-das-vergessen-und-den-vandalismus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.archeopressja.pl\/?page_id=349","title":{"rendered":"ARCH\u00c4OLOGIE ALS MITTEL GEGEN VERGESSEN UND VANDALISMUS"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:center;\"><strong>ARCH\u00c4OLOGIE ALS MITTEL GEGEN VERGESSEN UND VANDALISMUS<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>UNTERRICHT IN DER GESCHICHTE DES ERSTEN WELTKRIEGS (1914-2014) AM STRASSENRAND<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:left;\"><strong>Projektbeschreibung:<\/strong><\/p>\n<p>Im polnischen Bewusstsein wird der Erste Weltkrieg f\u00fcr einen Krieg \u201eder Deutschen und Russen\u201c gehalten. Das ist einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass materielle Relikte dieses Kriegs in Polen als \u201enicht unsere\u201c gelten und aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verdr\u00e4ngt werden, w\u00e4hrend\u2028\u00a0ihr Verfall fortsetzt.<\/p>\n<p>Das Projekt wird mithilfe popul\u00e4rwissenschaftlicher Mittel umgesetzt und Methoden mit der Forschungst\u00e4tigkeit eingeleitet, die entsprechende, an konkrete Gemeinschaft gerichtete Hilfsmittel und didaktische Aktivit\u00e4ten vorbereiten soll.<\/p>\n<p>Als Folge wird die soziale Wahrnehmung dieses Krieges gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Systematische, bisher vernachl\u00e4ssigte Bildungst\u00e4tigkeiten k\u00f6nnen zum Anhalten des Zerst\u00f6rungsprozesses von Kriegsrelikten beitragen.<\/p>\n<p>Die Umsetzung des Projekts stellt eine Einf\u00fchrung in die Veranstaltungsreihe unter dem Titel DER GESCHICHTSUNTERRICHT AM STRASSENRAND dar. Dieses Konzept kann sowohl von Polen, Deutschen, Russen als auch allen anderen angewendet werden, wenn sie nur die Meinung teilen, dass die Reflexion dar\u00fcber, was vom Gro\u00dfen Krieg \u00fcbrig geblieben ist, Generationen, Nationen und einzelne Menschen vereinigen kann.<\/p>\n<p>Bei der Besichtigung der vor 100 Jahren detailliert beschriebenen Schlachtfelder kann man Verluste und Bestrebungen der Menschen besser verstehen, die das Spezifische der heutigen Welt ausmachen.<\/p>\n<p><strong>Werbema\u00dfnahmen:<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt ist eine informative, (p\u00e4dagogische) und popularisierende Initiative.<\/p>\n<p>Seine Umsetzung selbst wird die beste Reklame f\u00fcr seine Ziele. Zu den geplanten Bestandteilen des nach der Reaktivierung der Kenntnisse \u00fcber den<\/p>\n<p>Ersten Weltkrieg strebenden Projekts geh\u00f6ren, au\u00dfer nicht ausschlie\u00dflich den Jugendlichen angeboten Werkst\u00e4tten und Geschichtsstunden \u201eam Stra\u00dfenrand\u201c (in Reihen), die Vorbereitung der Flugbl\u00e4tter und Brosch\u00fcren , die als Mini-Reisef\u00fchrer durch materielle Relikte der Schlacht an der Rawka dienen sollen. Ein bedeutendes Werbungselement wird die Website mit einem Kompendium des Wissens \u00fcber \u201eDEN GESCHICHTSUNTERRICHT AM STRASSENRAND\u201c sein.<\/p>\n<p><strong>Projektziele und ihre Umsetzung:<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; der Destruktionsprozess der materiellen \u00dcberreste des Ersten Weltkriegs durch die Entwicklung von Empfindsamkeit und historischem Bewusstsein unter der lokale Bev\u00f6lkerung der ehemaligen Frontgebiete anzuhalten. (Um dies zu erreichen, werden unterschiedliche didaktische Veranstaltungen wie Werkst\u00e4tte, Ausfl\u00fcge, Fotowettbewerbe zum Thema Relikte des Ersten Weltkriegs vorbereitet und durchgef\u00fchrt<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; zu beweisen, dass Arch\u00e4ologie zur Umsetzung der wissenschaftlichen, p\u00e4dagogisch orientierten Forschungen beitragen kann (Dies wird durch internationale Popularisierungsmittel und langfristige Aktivit\u00e4ten, die die Kultur des Dialogs und die Achtung vor dem materiellen Erbe f\u00f6rdern, nachgewiesen).<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><em><strong>Initiatorin \u00a0und Leiterin des Projekts<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><em><strong>dr Anna\u00a0Zalewska<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\">(IA UMCS), Poland; IAE PAN)<\/p>\n<p style=\"text-align:left;\"><strong>Das Projekt wird unter der Leitung des Instituts f\u00fcr Arch\u00e4ologie und Ethnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften und mit der finanziellen Unterst\u00fctzung der Stiftung f\u00fcr Deutsch-Polnische Zusammenarbeit realisiert.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><strong>Personen Interesse kontaktieren Sie bitte<\/strong><strong>\u00a0azalew@op.pl<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>PUBLIKATIONEN:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gro<\/strong><strong>\u00df<\/strong><strong>er Krieg an der Rawka (1914<\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>1915) und seine materiellen <\/strong><strong>\u00dc<\/strong><strong>berreste (Warszawa 2014)-\u00a0<\/strong>In dieser kostenlosen Publikation haben die Autoren <strong>(A. Zalewska, S. Kali\u0144ski, J. Czarnecki)<\/strong> versucht, Schl\u00fcsselinformationen zu Ereignissen, die an der Rawka zwischen Herbst 1914 und Sommer 1915 stattfanden, zusammenzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Publikation wurde in 500 Exemplaren herausgegeben, die unter den Mitwirkenden und an die (lokalen und weiter entfernten) Bibliotheken verteiltwerden.<\/p>\n<p>Dieses Heft* (dessen Umschlag ist links zu sehen) wird bald auch als PDF-Datei geb\u00fchrenfrei zug\u00e4nglich gemacht (Mehr dazu: archeopressja.wordpress.com).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>ZEITTAFEL ZU DEN KRIEGSHANDLUNGEN AN DER RAWKA IN DEN JAHREN 1914<\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>1915<\/strong><\/p>\n<p><strong>01.08.1914 <\/strong>\u2013 das in der Geschichtschreibung als <strong>Beginn des Ersten Weltkrieges <\/strong>geltende Datum<\/p>\n<p><strong>Herbst 1914<\/strong>\u2013der Anfang der K\u00e4mpfe an der Rawka; am Vorabend wurden Befestigungen von Russen am linken Flussufer errichtet.<\/p>\n<p><strong>Winterschlacht an der Rawka (Januar<\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>Februar 1915<\/strong><strong>): <\/strong>sie sollte die Aufmerksamkeit der Russen von Ostpreu\u00dfen, wo eine gro\u00dfe Winteroffensive vorbereitet wurde, ablenken. Infolge der K\u00e4mpfe bei Bolim\u00f3w wurden tausende Soldaten umgebracht, verletzt oder sie verschwanden.<\/p>\n<p><strong>31.01.1915 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Chemische Waffen kamen zum ersten Mal an der Ostfront zum Einsatz: <\/strong>die Deutschen schossen 18 000 Reizgas- und Tr\u00e4nengasgeschosse in die Richtung der von Russen besetzten Stellen.<\/p>\n<p><strong>M<\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>rz <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong> Mai 1915 <\/strong>\u2013 der <strong>Fr<\/strong><strong>\u00fc<\/strong><strong>hlingsfeldzug an der Rawka: u.a. Minenangriffe der Russen; der sogenannte Krieg unter der Erde.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sommerschlacht an der Rawka (<strong>Mai\u00a0<\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>\u00a0Juli 1915):<\/strong><\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>31.05.1915 &#8211; Erster Gasangriff:<\/strong>zwischen Majdan Bolimowski und Zakrzew wurden Giftgase (240 Tonnen Chlor) aus 12 000 Gasflaschen freigesetzt. Der Angriff \u00fcberraschte die russische Seite, die keine Schutzmittel dagegen hatte. Als Folge starben \u00fcber 1000 Soldaten, einige Tausend wurden schwer vergiftet.<\/p>\n<p>12.06.1915 \u2013Zweiter Gasangriff mit Chlor: zwischen den D\u00f6rfern Sucha und Zakrzew nad Bzura\u0328. Das Giftgas vergiftete \u00fcber 3100 Soldaten der russischen und ca. 350 der deutschen Armee.<\/p>\n<p><strong>6-7.07.1915 <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>Dritter Gasangriff:<\/strong>zwischen Wola Szyd\u0142owiecka und Zakrzew vergiftete das Giftgas \u00fcber 5000 russische Soldaten. Unter dem Einfluss des Windes \u00e4nderte die Gaswolke ihre Richtung und vergiftete ebenfalls deutsche Soldaten.<\/p>\n<p><strong>16-17.07.1915<\/strong>\u2013Am Ende der K\u00e4mpfe an der Rawka zog sich die russische Armee bis zur Weichsel zur\u00fcck. Ihr folgte die deutsche Armee. Zu den zerst\u00f6rten D\u00f6rfern fingen ihre Einwohner langsam zur\u00fcckzukommen.<\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><strong>*Diese Publikation ist das erste Heft <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><strong>der Reihe <em>Geschichtsunterricht am Stra<\/em><em>\u00df<\/em><em>enrand<\/em>, <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><strong>die auf dem von Dr. A. Zalewska ausgearbeiteten Konzept basiert.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><strong> Weitere Publikationen in der Reihe sind geplant.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>TAFELN:<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>GESCHICHTSUNTERRICHT AM STRASSENRAND \u2013DER GROSSE KRIEG AN DER RAWKA (1914-1915)<\/strong><\/p>\n<p>Sieben Infotafeln (1-7), die die vor hundert Jahren an der Rawka stattgefundenen Ereignisse beschreiben und schildern, werden ab August 2014 an Stellen, an denen es noch sichtbare Spuren des Gro\u00dfen Krieges gibt, platziert. Zwischen diesen Stellen verlaufen zwei auf unterschiedliche Aspekte des Lebens an der Front fokussierende Lehrpfade mit dem Beginn in Bolim\u00f3w (52\u00b004\u203235\u2032N \/ 20\u00b009\u203247\u2032E):<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><a href=\"https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-466\" src=\"https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie1.jpg?w=300\" alt=\"wystawa 1407 malutkie1\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie1.jpg 2835w, https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie1-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie1-1024x716.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>LEHRPFAD<\/strong><strong> I:\u00a0<\/strong><strong>DAS LEBEN UND STERBEN IN SCH<\/strong><strong>\u00dc<\/strong><strong>TZENGR<\/strong><strong>\u00c4<\/strong><strong>BEN<\/strong><\/p>\n<p>L\u00e4nge des Lehrpfads: ca. 13 Km<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lektion 1: BOLIM\u00d3W: MARKTPLATZ UND ANNAKIRCHE.<\/p>\n<p>Lektion 2: KRIEGSFRIEDHOF IN BOLIMOWSKA WIE\u015a.<\/p>\n<p>Lektion 6: \u00dcBERRESTE VON MINENKRATERN.<\/p>\n<p>Lektion 7: CMENTARZE WOJENNE W JOACHIMOWIE MOGI\u0141ACH.<\/p>\n<p>Lektion 5: SPUREN DES LEBENS IN DEUTSCHEN UND RUSSISCHEN SCH\u00dcTZENGR\u00c4BEN.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>LEHRPFAD II: \u00a0<\/strong><strong>DAS LEBEN HINTER DER FRONT<\/strong><\/p>\n<p>L\u00e4nge des Lehrpfads: ca. 13 -14 km<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lektion 1: BOLIM\u00d3W: MARKTPLATZ UND ANNAKIRCHE.<\/p>\n<p>Lektion 3: KRIEGSFRIEDHOF IN W\u00d3LKA \u0141ASIECKA.<\/p>\n<p>Lektion 4: \u00dcBERRESTE DES DEUTSCHEN HINTERLANDS DER K\u00c4MPFE 1914-1915.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-467 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie5.jpg?w=300\" alt=\"wystawa 1407 malutkie5\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie5.jpg 2835w, https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie5-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.archeopressja.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/wystawa-1407-malutkie5-1024x716.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>GESCHICHTSUNTERRICHT AM STRASSENRAND<\/strong><\/p>\n<p>Die verschwundenen\u00dcberreste des Gro\u00dfen Krieges an der Rawka und Bzura stellen in sich einen <em>Geschichtsunterricht am Stra<\/em><em>\u00df<\/em><em>enrand <\/em>dar. Sie erz\u00e4hlen uns davon, welche vielschichtigen Folgen der Krieg aufdie umgebende Landschaft hatte. Aber sie k\u00f6nnen uns auch dazu inspirieren, mehr Informationen (u.a. \u00fcber das Leben und Sterben in Schatzgr\u00e4ben, die Ersch\u00f6pfung der einheimischen Bev\u00f6lkerung, die infolge des Krieges sowohl ihre Behausungen als auch das Gef\u00fchl der Geborgenheit verloren hat, \u00fcber blutige, direkte Gefechte, Artillerieangriffe und den Einsatz chemischer Waffe vonseiten der Deutschen) zu recherchieren. Dar\u00fcber hinaus erinnern sie uns andie Umst\u00e4nde, unter denen einige tausend Soldaten aus der kaiserlichen und zaristischen Armee umgekommen sind.<\/p>\n<p>Unter den K\u00e4mpfenden (und Gefallenen) gab es zahlreiche Polen. Zurzeit wird angenommen, dassinsgesamt \u00fcber 3 Millionen Soldaten polnischer Herkunft im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpften und ca. 500 Tausend von ihnen ums Leben kamen. Soldaten beider Armeen, die an der Rawka gefallen sind, wurden entweder \u2013oft nebeneinander \u2013 auf umliegenden Friedh\u00f6fen begraben oder ruhen immer noch an der ehemaligen Frontlinie.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Umsetzung des Projekts unter dem Titel \u201c<strong>ARCH\u00c4OLOGIE ALS MITTEL GEGEN VERGESSEN UND VANDALISMUS\u00a0<\/strong><strong>UNTERRICHT IN DER GESCHICHTE DES ERSTEN WELTKRIEGS (1914-2014) AM STRASSENRAND<\/strong>\u201d (es dauert von September 2013 bis Juli 2014) fanden folgende \u00f6ffentliche Veranstaltungen statt: Begegnungen mit Sch\u00fclern und die Umfrage zum Wissensstand der \u00f6rtlichen Sch\u00fcler bez\u00fcglich des Ersten Weltkrieges; die Vorlesung\u201cErster Weltkrieg an der Rawka und Bzura. Genau HIER fand DAS statt!\u201c (31. Mai 2014), der Vortrag\u201cArch\u00e4ologie der Ersten Weltkrieges\u201dund eine offene Diskussion unter dem Titel \u201cDas (fehlende) menschliche Ged\u00e4chtnis <em>versus<\/em> das Ged\u00e4chtnis der Materie\u201d(26.VI.2014), Workshops: \u201cDie Sorge um den Kriegsfriedhof in Bolimowska Wie\u015b\u201d und\u201cGeschichtsunterricht am Stra\u00dfenrand der Rawka 1914-2014\u201d mit der Teilnahme polnischer Projektbeteiligten und von uns eingeladener G\u00e4ste aus Deutschland (25-26 Juli 2014).<\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><strong>\u00a0<\/strong><em>Wir m<\/em><em>\u00f6<\/em><em>chten uns bei allen, die an unserem Projekt mitwirkten und es unterst<\/em><em>\u00fc<\/em><em>tzen, herzlich bedanken.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\">Anna Zalewska (IA, UMCS)<\/p>\n<p style=\"text-align:right;\">Initiatorinund Leiterin des Projekts<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>DAS VERGESSEN<\/strong><\/p>\n<p>Der Krieg 1914-1918, heutzutage als Erster Weltkrieg bezeichnet, wurde nur kurz (direkt nach dem Krieg) \u201cLetzter Krieg\u201dgenannt. Er hat das 20. Jahrhundert eingeleitet, das sogenannte Jahrhundert der Vernichtung, das von zahlreichen h\u00f6chst zerst\u00f6rerischen und vernichtenden Kriegen gepr\u00e4gt wurde. Im Vergleich mit Ereignissen, die sp\u00e4ter in hohem Ma\u00dfe auf dem Gebiet des heutigen Polens stattfanden, verblassen die Geschehnisse der Jahre 1914-1915 im Ged\u00e4chtnis. Deswegen wird heute der Gro\u00dfe Krieg von vielen f\u00fcr \u201cnicht unseren\u201dKrieg gehalten, was wiederum dazu f\u00fchrt, das dies \u201cein vergessener Krieg\u201dist.<\/p>\n<p>Aus mehreren Gr\u00fcnden \u2013gesellschaftlichen, technologischen, politischen, kulturellen etc. \u2013wurdeder Gro\u00dfe Krieg zur bedeutungsvollen Wende, einem radikalen Bruch mit der <em>Belle <\/em><em>\u00c9<\/em><em>poque<\/em> (d.h. des 19. Jahrhunderts) und zur Einleitung des 20. Jahrhundert, und diese Wende hat alles, was ihr voranging, gezeichnet. Dies l\u00e4sst sich u.a. arch\u00e4ologisch beweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>Viele der Spuren, die die schwierige Vergangenheit hinterlassen hat, befinden sich direkt in unserer Gegend. Es sind materielle \u201cW\u00e4chter\u201dunserer Erinnerung daran, was zwar schon vergangen, aber immer noch auf eine mehr oder weniger direkte Weise anwesend ist. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>Es handelt sich u.a. um sehr ausdruckskr\u00e4ftige und informationsreiche materielle \u00dcberreste der im 20. Jahrhundert ausgetragenen Kriege. Mit ihrer Hilfe k\u00f6nnen wir uns besser bewusst werden, was Polen und seine Bev\u00f6lkerung erlebt haben. In diesem Zusammenhang ist das Einzugsgebiet von der Rawka und Bzura besonders vielsagend \u2013es wurde von nationalen Aufst\u00e4nden (19. Jh) und Weltkriegen (20. Jh.) bestimmt, die Schutt und Aschehinterlie\u00dfen. Heute sind sowohl Friedh\u00f6fe, namenlose Gr\u00e4ber, \u00dcberreste von Schutzgr\u00e4ben und Erdh\u00f6hlen als auch zahlreiche fast unmerkliche materielle Erinnerungstr\u00e4ger geblieben. Sie k\u00f6nnen \u2013ohne Schaden \u2013mithilfe arch\u00e4ologischer Methoden identifiziert werden. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>LASSTUNSSIEBEWAHREN! DIE ACHTUNG DER SPUREN DER VERGANGENHEIT, EINSCHLIESSLICH MENSCHLICHER \u00dcBERRESTE UND HISTORISCH GEPR\u00c4GTER ST\u00c4TTEN (z.B. DIE VORSICHT DABEI, SIE W\u00c4HREND DER SUCHE NACH ERKENNUNGSMARKEN NICHT ZU BESCH\u00c4DIGEN), IST DER AUSDRUCK DER ERINNERUNG, MENSCHLICHKEIT UND DES BEWUSSTSEINS DER MENSCHLICHEN EIGENSCHAFT, DIE RECHTE DER INDIVIDUEN, DIE SIE ALS MENSCHEN SOGAR NACH DEM TOD HABEN, ZU ACHTEN.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\">Falls Sie an diesen Problemen interessiert sind, kontaktieren Sie bitte Anna Zalewska:<a href=\"mailto:azalew@op.pl\">azalew@op.pl<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>VANDALISMUS<\/strong><\/p>\n<p>Der Bolimowski Landschaftsschutzpark ist dem vielschichtigen und sehr beunruhigenden Ph\u00e4nomen der \u201cschwarzen Arch\u00e4ologie\u201d(darunter versteht man die illegale Gewinnung von \u2013hier haupts\u00e4chlich milit\u00e4rischen \u2013Artefakten durch Personen, die an ihren kognitiven und \u00e4sthetischen Werten oder ihrem Marktpreis interessiert sind) ausgesetzt.<\/p>\n<p>Der Bolimowski-Urwald gilt als: \u201ceines der am genauesten durchsuchten Landst\u00fccke in Polen\u201d, \u201cdas Eldorado der Gr\u00e4ber\u201d. Anzeichen davon sind an vielen St\u00e4tten zu beobachten. Lasst uns daher einen Appell an die Menschen richten:<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>DIESER ORT <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>GENAUSO WIE ANDERE VON DER GESCHICHTE GEPR<\/strong><strong>\u00c4<\/strong><strong>GTE ORTE <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong> VERDIENT ES NICHT, DASS MIT IHM AUF DIESE ART UND WEISE UMGEGANGEN WIRD!!!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Besonderheit des Bolimowski-Urwaldes<\/strong> (u.a. in der Frage der Best\u00e4ndigkeit \/ des Vorkommens von \u00dcberresten aus der Vergangenheit auf seiner Oberschicht und unter der Erde \u2013leider in geringer Tiefe, sodass sie von Troph\u00e4en-, Wissens- oder Gewinnsuchern leicht ausgegraben werden k\u00f6nnen) \u2013<strong>ist unumstritten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Dies bereitet desto mehr Sorge, als dass sich die Eigenart dieses Gebietes in solchen Aussagen \u00e4u\u00dfert:<\/p>\n<p><em>\u201c<\/em><em>Heute bin ich ein bisschen im Wald in der N<\/em><em>\u00e4<\/em><em>he von Samice vergraben. <strong>Leider wurde diese Fl<\/strong><\/em><strong><em>\u00e4<\/em><\/strong><strong><em>che schon ziemlich gut durchsucht.<\/em><\/strong><em> Ich habe H<\/em><em>\u00fc<\/em><em>lsensplitter vom Mosin-Nagant und ein sehr abgen<\/em><em>u<\/em><em>tztes Kochgeschirr gefunden. (<\/em><em>\u2026<\/em><em>) Fr<\/em><em>\u00fc<\/em><em>her <strong>war ich neben der Ortschaft Mogi<\/strong><\/em><strong><em>\u0142<\/em><\/strong><strong><em>y vergraben<\/em><\/strong><em> und das war etwas besser <\/em><em>\u2013<\/em><em>obwohl es dort sehr viele von Suchern ausgehobene L<\/em><em>\u00f6<\/em><em>cher gibt<\/em><em>\u2026<strong>\u201d\u00a0<\/strong><\/em>&#8211; \u00a0das Hauptproblem, obwohl es nicht das einzige ist, beruht darauf, dass sich diese \u201cL\u00f6cher\u201dmit Gr\u00e4bern decken.<\/p>\n<p><strong>GR<\/strong><strong>\u00c4<\/strong><strong>BER VON MENSCHEN <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>GR<\/strong><strong>\u00c4<\/strong><strong>BER UNS <\/strong><strong>\u00c4<\/strong><strong>HNLICHER MENSCHEN <\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>SIND AUFGEW<\/strong><strong>\u00dc<\/strong><strong>HLT. LASST UNS IHRE <\/strong><strong>\u00dc<\/strong><strong>BERRESTE NICHT SCH<\/strong><strong>\u00c4<\/strong><strong>NDEN! ZERST<\/strong><strong>\u00d6<\/strong><strong>REN WIR SIE NICHT UND LASST UNS NICHT DIE BEWEISE DA<\/strong><strong>F\u00dcR<\/strong><strong> ZERST<\/strong><strong>\u00d6<\/strong><strong>REN, WIE DAS 20. JAHRHUNDERT GEWESEN IST. LASST UNS SIE STATTDESSEN F<\/strong><strong>\u00dc<\/strong><strong>R DIEJENIGEN BEWAHREN, DIE HIER NACH UNS KOMMEN UND DIE GENAUSO WIE WIR MIT DEN HERAUSFORDERUNGEN IHRER GEGENWART, DEM SCHMERZHAFTEN ERBE, DEM (FEHLENDEN) GED<\/strong><strong>\u00c4<\/strong><strong>CHTNIS UND DER SCHWIERIGEN GESCHICHTE DES 20. JAHRHUNDERTS, IN DESSEN VERLAUF SICH EINIGE WESENTLICHE GESCHEHNISSE AN DER RAWKA UND BZURA ABSPIELTEN, KONFRONTIERT SIND. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">\n<p><strong>Gro<\/strong><strong>\u00df<\/strong><strong>er Krieg an der Rawka<\/strong>, auch bezeichnet als die Schlacht bei <strong>Bolim<\/strong><strong>\u00f3<\/strong><strong>w<\/strong>, stellte eine Fortsetzung der K\u00e4mpfe dar, die seit September 1914 \u00f6stlich von Warschau gef\u00fchrt wurden. Nach der gro\u00dfen Man\u00f6verschlacht bei\u0141\u00f3d\u017a, Ende November 1914, beschlossen die Russen, die Front zu k\u00fcrzen und dabei Nutzen aus nat\u00fcrlichen Hindernissen im Feld zu ziehen. Zwischen\u0141\u00f3d\u017aund Warschau galten alssolche Hindernisse u.a. die hohen Ufer der Rawka und Bzura samt nebenliegende Moore. Am linken Ufer derRawka baute die russische Armee mindestens drei Befestigungslinien.<\/p>\n<p>Zwischen dem Dorf Mogi\u0142y und dem Fluss Bzura\u0328 (auf der H\u00f6he des Dorfes Zakrzew), wo derBau fester Schutzgr\u00e4ben wegen der sumpfigen Gebiete am Ufer der Rawka unm\u00f6glich war, lief die Front durch die D\u00f6rfer: Wola Szyd\u0142owiecka, Humin, Do\u0142owatka und Borzym\u00f3w (heute Borzym\u00f3wka), und weiter den Fluss Sucha entlang.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>ZUM\u00a0<\/strong>\u201c<strong>GESCHICHTSUNTERRICHT AM STRASSENRAND<\/strong><strong>\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Bis heute kann man an der Rawka und Bzura Spuren der vor hundert Jahren stattgefundenen Ereignisse sehen. Durch unsere T\u00e4tigkeit m\u00f6chten wir ihre Besonderheit und Bedeutung (sowohl gesellschaftliche als auch kognitive) veranschaulichen und zeigen, dass es sich lohnt, diese verschwindenden Spuren als \u201c<em>Geschichtsunterricht am Stra<\/em><em>\u00df<\/em><em>enrand<\/em>\u201d zu betrachten. Wir glauben daran, dass dies zum Schutz dieser einzigartigen\u201cZeugen\u201dder Geschichte beitragen kann.<\/p>\n<p>Das Projekt <em>\u201c<\/em><em>Arch<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ologie als Gegenmittel gegen das Vergessen und den Vandalismus<\/em><em>\u2026\u201d<\/em> ist unter der Leitung des Instituts f\u00fcr Arch\u00e4ologie und Ethnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften und mit der finanziellen Unterst\u00fctzung der Stiftung f\u00fcr Deutsch-Polnische Zusammenarbeit realisiert worden.<\/p>\n<p style=\"text-align:right;\">\u00a0C<b>opyright Anna Zalewska\u00a0<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><strong>Bardzo dzi\u0119kuj\u0119 Agacie Teperek za przet\u0142umaczenie na j. niemiecki powy\u017cszych tre\u015bci<\/strong><\/p>\n<div id=\"themify_builder_content-349\" data-postid=\"349\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-349 themify_builder themify_builder_front\">\n\t<\/div>\n<!-- \/themify_builder_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ARCH\u00c4OLOGIE ALS MITTEL GEGEN VERGESSEN UND VANDALISMUS UNTERRICHT IN DER GESCHICHTE DES ERSTEN WELTKRIEGS (1914-2014) AM STRASSENRAND Projektbeschreibung: Im polnischen Bewusstsein wird der Erste Weltkrieg f\u00fcr einen Krieg \u201eder Deutschen und Russen\u201c gehalten. Das ist einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass materielle Relikte dieses Kriegs in Polen als \u201enicht unsere\u201c gelten und aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-349","page","type-page","status-publish","hentry","has-post-title","has-post-date","has-post-category","has-post-tag","has-post-comment","has-post-author"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.archeopressja.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.archeopressja.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.archeopressja.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.archeopressja.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.archeopressja.pl\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=349"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.archeopressja.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/349\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.archeopressja.pl\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}